Hôtel Provençal. Aufstieg und Fall der Riviera

Dokumentarfilm, 52 Min.

Produktion: Colonia Media in Zusammenarbeit mit arte im Auftrag des ZDF

Buch/Regie:Lutz Hachmeister
Regieassistenz:Malika Rabahallah, Christian Wagener
Kamera:Hans Fromm
Redaktion:Stefan Wieduwilt (ZDF), Olaf Grunert (arte)
Schnitt:Guido Krajewski
Ton:Peter Carstens
Mischung:Tilo Busch (Soundvision)
Sprecher:Walter Renneisen, Anne Moll, Axel Walter

   
Erstausstrahlung: 17. Mai 2000, arte

Wiederholung: 22. April 2001, ZDF

Nominiert für den Grimme-Preis 2001

Inhalt

Im Dunkel der Kellergewölbe liegen die Silberlöffel, Sektkübel und Porzellanschüsseln unter zentimeterdickem Staub verborgen. In Kartons verpackte, vergilbte Fotos erinnern an rauschende Parties einer vergangenen, mondänen Zeit…

Das Hotel Provençal in Juan-les-Pins, ein Projekt des exzentrischen US-Multimillionärs Frank Jay Gould, galt lange Zeit als eine Kultstätte von Reichtum und Eleganz – die “Titanic” der Luxushotels. Seit zwanzig Jahren verrottet der einstige Palast nun am Strand der Riviera.

Das Provençal steht für die Entdeckung der Côte D’Azur durch amerikanische Künstler und Geschäftsleute in den 20er Jahren und damit für eine „Zeit von Nichtstun und tausend Parties” (F. Scott Fitzgerald). „Hôtel Provençal“ rekonstruiert die untergegangene Welt des Provençal, schildert die symbiotische Beziehung des Hotels mit der Geschichte von Juan-les-Pins und der Côte d’Azur und zeigt einige „Nester des Luxus“, die sich in unmittelbarer Nähe der Provençal-Ruine noch halten konnten.

Pressestimmen

„Wer kann schon das alte Provençal zum Leben erwecken, wenn nicht die Kamera, die nostalgisch seine Erker umstreicht, der Interviewer, der den Altbarkeeper ausfragt und der Archivar, der Material aus der Glanzzeit rausrückt, als Jeanne Moreau auf der Terrasse Cocktails nahm? … Es entstand ein komplexer Bilderbogen, aus dem das Heimweh Amerikas nach den Schönheiten Europas ebenso spricht wie die Abhängigkeit Europas von den Vorlieben amerikanischer Touristen; das große Geld, das kurze Glück und die Neigung überdimensionierter Luxusbunker, an Glanz und Arroganz zu ersticken – all das wird erzählt, mit Eleganz und Opulenz.“ (Die Zeit, 18.5.2000)